DALE-UV ist ein Informations- und Abrechnungsverfahren zwischen den Leistungserbringern und den gesetzlichen Unfallversicherungsträgern.
Projektziele
Das Projekt zum Online-Datenaustausch mit Leistungserbringern in der gesetzlichen Unfallversicherung, kurz DALE-UV, wurde vom Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, dem Bundesverband der Unfallkassen und dem Bundesverband der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften ins Leben gerufen. Als übergeordnetes Ziel sollte Bürokratie vermieden und die Effizienz bei den Abläufen zwischen den Beteiligten deutlich erhöht werden. Im Einzelnen ging es darum, folgende Aspekte umzusetzen:
- Etablierung eines zukunftsorientierten Verfahrens
- Optimierung von Arbeitsabläufen
- Schnellere Liquidationsbegleichung
- Optimierte Kommunikation
- Keine Verfahrensunterschiede in der gesetzlichen Unfallversicherung
Anforderungen an dgnservice:
- Einsatz von Technologien und Verfahren, die Datenschutz und Datensicherheit gewährleisten.
- Einrichten von standardisierten Schnittstellen, um eine reibungslose Datenübermittlung aus Arztpraxis- und Klinik-Informationssystemen zum HVBG zu gewährleisten.
Ausgangssituation
Die Berichts- und Abrechnungsvorgänge mit den Unfallversicherungsträgern haben durch die Bearbeitungsform auf Papier unnötig hohe Kosten und Verzögerungen verursacht.
Mit DALE-UV bekommen alle D- und H-Ärzte die Möglichkeit, über den elektronischen Datenaustausch das Abrechnungsverfahren zu beschleunigen und den eigenen Kostenhaushalt zu entlasten.
Technische Lösung
- Die D/G/N-Sicherheitsinfrastruktur (Intranet) dient als Kommunikationsplattform für die beteiligten Arztpraxen und Kliniken.
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Beide derzeit im Markt verfügbaren Schnittstellen werden über die dgnservice bedient:
- VCS: VDAP Communication Standard - dgnservice ist ein vom VDAP zertifizierter VCS Provider.
- D2D: Über KV-SafeNet ist eine D2D (Doctor-to-Doctor)-Kommunikation realisierbar - dgnservice ist zertifizierter KV-SafeNet Provider.
- Die VCS-Kommunikation basiert auf E-Mails.
Organisatorische Lösung
Zur Verschlüsselung und Signierung der Kommunikationsinhalte werden medisign Smartcards verwendet.
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Der VCS erfordert zwei Signaturkarten für die Realisierung der Kommunikation:
- Eine Arztpraxis oder Klinik benötigt mindestens zwei medisign Smartcards: eine Arztkarte und eine Praxis- oder Institutionskarte.
- Die Anzahl der Arztkarten, die eine Arztpraxis oder eine Klinik benötigt, hängt auch von der Anzahl der praktizierenden D- und/oder H-Ärzte in der Einrichtung ab.
- Die Berichte und Abrechnungen von D- und H-Ärzten werden in der jeweiligen Praxis- oder Klinik-EDV generiert und über speziell für diesen Zweck entwickelte eMail-Clients an den HVBG über die VCS- und/oder D2D-zertifizierten Provider versandt.
Einsatz nach Projektabschluss
In einer Übergangsphase von 2004 bis zum 31.12.2006 sind sowohl Papierformulare als auch elektronische Formulare für das Berichtswesen und die Abrechnung erlaubt. Ab dem 01.01.2007 wird der elektronische Datenaustausch obligatorisch.
Bislang teilnehmende Kliniken/Ärzte:
- Auftrag der Agfa Health Care (GWI, medical partners) über die Ausstattung von ca. 400 Kliniken mit dgnservice-Zertifikaten für die VCS-Kommunikation
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Nutzung von dgnservice-VCS Ausstattungspaketen in
- BGU Ludwigshafen
- BGU Tübingen
- BUK Hamburg
- Diakonisches Krankenhaus Rotheburg/Wümme
- Heidekreis Klinikum Soltau
- Klinikum Lüneburg
- Klinikum Memmingen
- BGU Frankfurt
- Evangelisches Krankenhaus Hochstift Worms
- HELIOS Klinikum Berlin Buch
- Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen
- St. Willehad Bremerhafen
- Josefs Gesellschaft Köln
- diverse Arztpraxen